Berlin, den 22.01.2024 – Das Berliner Startup myo (Myosotis GmbH) hat im Rahmen seiner Series-A-Finanzierungsrunde 10,5 Millionen Euro eingesammelt. Leadinvestor ist TVM Capital Life Science („TVM”) mit einem Investment von acht Millionen Euro.
Die Runde wurde durch TWIP Impact Ventures („Twip”) und Bestandsinvestoren komplementiert.
Myo ist eine benutzerfreundliche Software-as-a-Service Lösung, welche die Prozesse in der Altenpflege erleichtern soll. Mit der Kommunikations-App kommunizieren Pflegeeinrichtungen, Angehörige und Dienstleister einfach, schnell und digital miteinander. Die App ermöglicht es Familien, am Alltag ihrer Lieben teilzunehmen, indem sie Bilder, Videos und Dokumente erhalten oder Videotelefonate führen können. Analoge Arbeitsabläufe werden durch zusätzliche Module für die Essensbestellung, Reklamationen, die externe Wäscherei oder die Apotheke vereinfacht. Dadurch werden Kosten und Zeit gespart und eine bessere Dokumentation geschaffen. Seit 2020 konnte myo rund 400 Kunden im DACH-Raum sowie in Großbritannien gewinnen. Gegründet wurde myo 2018 von Jasper Böckel und Felix Kuna. Nach einem Pflegepraktikum setzte Jasper sich das Ziel, Mitarbeitende durch digitale Lösungen zu entlasten und mehr Transparenz, Teilhabe und Wertschätzung in die Pflegebranche zu bringen.
Myo konnte nun im Rahmen der Series-A-Runde den international agierenden Venture Capital Fund TVM Capital Life Science für sich gewinnen, der über mehrere Fonds insgesamt rund 900 Millionen US-Dollar verwaltet. Stefan Fischer, Managing Partner Finance, sagte: „Myo ist ein weiteres Portfolio-Unternehmen des „Innovation II Funds“, bei dem sich TVM, neben innovativen Therapeutika im Early-Stage-Bereich, bei seinen Late-Stage-Engagements unter anderem auf differenzierte Medizintechnologien sowie HealthTech im kommerziellen Stadium konzentriert. Wir freuen uns, dass TVM damit seit einiger Zeit wieder ein Investment in Deutschland gemacht hat.“
Dr. Sascha Berger, General Partner bei TVM Capital Life Science, erklärte: „Bei TVM setzen wir uns dafür ein, Innovationen in der Medizin und Pflege voranzutreiben, die einen ungedeckten Bedarf adressieren. Digitale Tools haben das Potenzial, unser Gesundheitssystem erheblich effizienter zu gestalten und dem medizinischen Fachpersonal mehr Zeit für das zu geben, was sie am besten können – sich um ihre Patienten zu kümmern. Myo hat einen einzigartigen Ansatz für die Kommunikation der Altenpflege, einem wichtigen und wachsenden Sektor. Mit ihrer Lösung könnten sie diesen Bereich transformieren und tragen somit entscheidend zu einer besseren Versorgung bei.“
Myo, die schon heute die größten Namen der Branche zu ihren Kunden zählen dürfen, will das frische Kapital für weiteres Wachstum in DACH und England nutzen. Dafür sollen Marketingkapazitäten aufgebaut und weiterhin stark in die Servicequalität für Bestandskunden investiert werden. Zudem ist die Weiterentwicklung des Produkts um neue Module, wie etwa die Einführung eines Marktplatzes, von wesentlicher Bedeutung, wobei sie von TWIP Impact Ventures unterstützt werden.
Bernd Schlüter, Geschäftsführer von Twip, dazu: „Twip investiert Software Engineering Expertise in digitale Startups, die die Welt ein bisschen besser machen. Wir freuen uns darauf, myo bald tatkräftig dabei zu helfen, auch diejenigen besser einzubinden, die sich von außen um das Wohl der zu Pflegenden kümmern, wie Physiotherapeuten, Alltagsbegleiter, aber auch Friseure und Blumenläden. Mit Hilfe der Angehörigen geben wir den Pflegebedürftigen einen sonst verschlossenen Zugang zu diesen Dienstleistungen und verbessern ihre Lebensqualität somit maßgeblich.”
Für Jasper Böckel, CEO von myo, ist das Invest ein wichtiger Schritt in Sachen zukunftsorientierte Pflegebranche: „Wenn wir über die Altenpflege sprechen, sprechen wir meistens über eines: Die Knappheit von Zeit und Mitarbeitenden. Diese Situation wird sich durch den demographischen Wandel in den kommenden Jahren weiter zuspitzen. Genau da setzt myo an. Einerseits befreien wir Mitarbeitende von zeitaufwendigen analogen Prozessen, damit sie ihre kostbare Zeit besser einsetzen können. Zum anderen macht myo die vielen schönen Seiten des Pflegeberufs sichtbar, ermöglicht Wertschätzung und sorgt so dafür, dass sich wieder mehr Menschen für diesen wundervollen Beruf begeistern. Ich bin stolz, mit so starken Partnern eine der größten Herausforderungen unserer westlichen Welt angreifen zu können.”